Wein & Temperatur

Jansz cuvee

Die richtige Temperatur für Wein?

5 Tipps für den perfekten Genuss!

Die bekannte Faustregel ist: Rotwein trinkt man bei Zimmertemperatur und Weißwein kalt. Diese Regelung ist allerdings mittlerweile veraltet. Doch warum müssen Weine überhaupt unterschiedliche Trinktemperaturen haben?

In diesem Blogeintrag klären wir auf, was es mit dem Geheimnis rund um die perfekte Trinktemperatur von Wein auf sich hat – und wie man es ganz ohne Weinkühlschrank hinbekommt.

weintemperatur

1. Warum muss Wein temperiert werden?

Der Temperaturunterschied macht sich auf der Zunge und in der Nase bemerkbar. Die Zunge kann in fünf Geschmacksrichtungen unterscheiden: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Die Geschmacksrichtungen Süß und Sauer werden nicht nur durch die Zusammensetzung des Weins, sondern eben auch durch die Temperatur maßgeblich gesteuert. Bei umami und salzig gibt es weniger Auswirkungen durch unterschiedliche Weintemperaturen.

Hohe Temperaturen:

  • Mehr Aromen an der Nase
  • Süße wird dominanter am Gaumen
  • Weniger Frische
  • Mehr Schwere

Niedrige Temperaturen:

  • Weniger Aromen an der Nase
  • Säure (und damit frische) wird dominanter am Gaumen
  • Bitterstoffe und Tannine werden dominanter am Gaumen

Mit diesem Basis Wissen kannst du nun das Verhältnis zwischen Temperatur und Geschmack auf jede Weinsorte anpassen.

Tipp: Es ist immer besser die Flaschen bei niedriger Temperatur zu verwahren, als sie später getrunken wird. Bereits beim Einschenken in das Weinglas kann sich die Weintemperatur bereits um 2-3°C erhöhen. Deshalb ist es immer besser sich v.a. bei den Schaum- und Weißweinen am unteren Ende der Temperaturskala zu orientieren.

2. Temperatur Schaumwein

In der Regel werden Schaumweine kalt getrunken. Allerdings ist das nicht immer die beste Art alles aus den sprudelnden Weinen rauszuholen, denn hier gilt: Je höher die Qualität des Schaumweins, desto wärmer kann er getrunken werden. Normale Cuveé Schaumweine sollten zwischen 6 und 8°C getrunken werden. Daher kann man Cuveé Schaumweine direkt aus dem Kühlschrank trinken. 

Vintage Schaumweine (also Schaumweine eines bestimmten Jahrgangs), welche zu den höher qualitativen Schaumweinen gehören, fühlen sich zwischen 8 und 10°C wohl. Bei dieser leicht höheren Temperatur, können sie ihre intensivere Aromen so entfalten, dass immer noch die Frische erhalten bleibt.

Tipp: Durchschnittlich haben deutsche Kühlschränke eine Temperatur von ca. 5°C in den unteren Fächern – ausgeschlossen sind natürlich 0°C Fächer.

3. Temperatur Weißwein

Bei Weißweinen gelten dieselben Regeln wie bei den Schaumweinen: Je leichter der Wein, desto kühler sollte er serviert werden. 

Leichte Weißweine:

Zu den leichteren Weißweinen zählen Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Albariño oder Riesling, welche mit ihrem höheren Säuregehalt den Körper verringern und zu weniger Süße führen. Diese Weißweine schmecken am besten zwischen 8 und 10°C.

Weißweine mit mittlerem Körper:

Weißweine wie z.B. Pinot Gris und Pinot Blanc besitzen einen mittleren Körper, diese können daher bei 10 bis 12°C ihre Aromen so entfalten, dass die Frische noch erhalten bleibt.

Körperreiche Weißweine:

Zu den körperreichen Weißweinen gehören unter anderem im Barrique ausgebaute Chardonnays aus wärmeren Anbaugebieten wie Australien. Durch den üppigeren Körper, zeigen sich diese Weine zwischen 12 – 14°C von ihrer Schokoladenseite.

4. Temperatur Roséweine

Roséweine haben meist etwas mehr Körper als Weißweine und werden dadurch – je nach Ausbau – zwischen 10° und 14°C getrunken. Am häufigsten haben Roséweine einen mittleren ausgebauten Körper und sind dadurch zwischen 10° und 12°C perfekt.

Allerdings kommt es bei der perfekten Roséwein Temperatur auch auf die Außentemperatur an. Wenn die Sonne im Sommer auf der Terrasse zu sehr knallt, kühlt ein kälterer Roséwein nicht nur ab, sondern hat durch die stärker wirkende Säure auch eine deutlich höhere Frische in sich.

Tipp: Temperaturen zwischen 10° und 14°C sind oft im Keller zu finden

5. Temperatur Rotwein

Rotwein auf Zimmertemperatur? Auf keinen Fall! Dieser Tipp kommt noch aus Zeiten, als die durchschnittliche Raumtemperatur bei 18° statt 21°C lag und Räume nicht beheizbar waren. Auch hier hängt die ideale Serviertemperatur von den Eigenschaften des Weins ab.

Junge & fruchtige Rotweine:

Zu dieser Rotwein Kategorie gehören z.B. Weine der Rebsorte Pinot Noir. Durch den eher leichten Ausbau und den höheren Säuregehalt und die geringere Süße kann die Frische des Weins durch Temperaturen zwischen 13 – 15 °C in Kombination mit der Aromatik entfalten.

Intensive & körperreiche Rotweine:

Auch hier gilt die Faustregel: Rotweine mit besserer Qualität können wärmer getrunken werden. Volle und kräftige Rotweine wie Shiraz schmecken am Besten bei 16 – 18°C. Sollte der Alkohol auf der Zunge zu intensiv sein, hilft es auch die Temperatur etwas weiter abzusenken. Dies geht entweder im Kühlschrank, alternativ wenn es mal schneller gehen muss auch im Salzwasserbad.

 

Tipp: Da Rotwein oft im Keller zwischen 10° und 14°C gelagert wird, hilft es den Wein im Zimmer zu dekantieren. Dort kann der Rotwein zum einen seine Aromen besser entfalten, zum anderen erreicht er im Dekanter schneller die wärmere Serviertemperatur als in der Flasche. 

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